Kräuterbuschen Verkauf

Datum/Zeit
Date(s) - 15/08/2020
9:30 - 12:00

Veranstaltungsort
Katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer


Seit ungefähr dem 10. Jahrhundert ist es in den katholischen Dörfern zu Maria Himmelfahrt Brauch, Kräuterbuschen zu binden um sie anschließend im Rahmen des Festgottesdienstes vom Pfarrer weihen zu lassen. Gebunden aus einer magischen Anzahl an Kräutersorten (7, 9, 12, 15 oder 19) wird Ihnen eine magische Wirkung nachgesagt, die sich die Landbevölkerung zu Nutze machen gedachte:

  • Unter dem Dachboden aufgehängt, sollen sie vor Blitzschlag schützen,
  • unter dem Kopfkissen das Eheglück,
  • im Viehfutter die Gesundheit der Tiere und
  • im Kochtopf die des Menschen fördern.

Die Buschen werden vor dem Festgottesdienst an Mariä Himmelfahrt gegen eine Spende abgegeben. Der Erlös wird gespendet!

 

Wie der Brauch entstand…

Heilkräuter wurden schon in vorchristlicher Zeit den Göttern geopfert, als Dank für deren Schutz und für die Heilkraft der Kräuter. Als die christlichen Missionare begannen die Menschen zu bekehren, wurde die Kräuterweihe verboten, sie galt als Hexenwerk. Das Volk jedoch missachtete dieses Verbot. Die Kirche fand daraufhin einen schlauen Kompromiss: Der 15. August wurde Maria geweiht und ihrem Aufstieg in den Himmel. So erzählt man sich heute auch folgende Legende: Als die Gottesmutter gestorben war, kamen die Apostel drei Tage später an ihr Grab, doch das Grab war leer. Maria war mit Seele und Leib in den Himmel aufgenommen worden, und aus ihrem Grab strömten die Düfte von Rosen und Lilien, vermischt mit dem Duft von Heilkräutern.

(Quelle: Wikipedia)